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Sonntag, 31. Oktober 2010

Stuttgart21:

Nach dem Wasserwerfer und Polizei-Schlägereinsatz in Stuttgart, bei dem erst Kastanien als Pflastersteine tituliert und nachher der Einsatz gerechtfertigt wurde, weil ein Passant mit Tränengas auf die Polizei los gegangen sein soll, stellt sich wohl heraus, dass dieser ein "Agent Provocateur", ein von der Polizei inszenierter Krawallstifter war.

Das Magazin Monitor zeigt, das hier wohl so einiges nicht mit rechten Dingen zugegangen ist: So verdrehte und verfälschte die Polizei das Videomaterial und die Zeitstempel.

Quelle: Youtube / Monitor

Samstag, 30. Oktober 2010

"Hilfe - Rettet unsere Kinder" -
In Deutschland arbeiten 6,3 Mitarbeiter im Online-bereich Kinder-Sexualdelikte

Das neue Sende"format" "Tatort Internet: Rettet unsere Kinder" bei RTL II zieht Kreise: Nicht nur dass die Sendung, bei der man juristisch und moralisch fragwürdigen Methoden bei der Jagd auf Pädophile betreibt, übel aufstößt;
Viel mehr wiedert einen die inszenierte Staatswerbung an, die eine Vorratsdatenspeicherung bei dem RTL II-Zuschauer etablieren soll.
So wirbt dort Bundesinnenminister de Maziére vor dem Fernsehpublikum mit Halbwahrheiten für das Total-Speicherung-Vorhaben, ohne welches eine Ermittlung im Internet nicht möglich sei.
Überhaupt gehe nichts mehr ohne "präventive" Ermittlungen.

Und im Internet werden sogar bei etablierten Zeitungen Berichte zum Thema nicht korrigiert, um die öffentliche Meinungsgebung nicht zu irritieren...

Die Fraktion "Die Linke" stellete eine kleine Anfrage im Bundestag, wie viele Beamte denn in Deutschland im Internet den Jugendschutz und ähnliches überwachen. Die wirklich unglaubliche Antwort des Bundesinnenministeriums:
23,3 Mitarbeiter arbeiten im Internet im Bereich "Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen" .
6,3 Mitarbeiter davon beschäftigen sich davon mit dem Arbeitsschwerpunkt "Löschen statt sperren".


Freitag, 29. Oktober 2010

FDP gegen steuerlich gleich gestellte homosexuele Partnerschaften

Verwunderlich -
Der Bundestag stimmte gestern über die steuerliche Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften. Dass besonders die Regierungsparteien CDU und FDP davon "not amused" sein würden, war abzusehen.
Doch ausgerechnet Guido Westerwelle stimmte ebenfalls dagegen.

Da die FDP vor den Wahlen besonders bei homosexuellen Studenten auf Stimmenfang war, dürfte man sich nun endlich auch dieses Klientel vergrault haben.
Selbst Schuld --- für beide Seiten.

Quelle: Volker Beck / Bundestag 28.10.2010, Namentliche Abstimmung Nr. 34

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Der Iran bestückt heute sein erstes AKW mit Brennstoff

Teheran meldet, dass heute das erste iranische Atomkraftwerk mit nuklearem Brennstoff bestückt wird. Anfang 2011 soll dieser an das Netz gehen und Strom produzieren.

Ausserhalb des Irans spricht man ebenfalls von der "heissen Phase" -
Wenn ein präventiver Krieg gegen den Iran zu tragen kommt, wird dieses wohl in den nächsten Monaten passieren.

Sauerland und Rüttgers erneut in "windigen Geschäften" verwickelt.

Loveparade 2010 - sie erinnern sich? Schon da wurde gemunkelt das Innenminsiter Rüttgers in seiner Amntszeit noch an den Sicherheitsbestimmungen über das Rädchen OB Sauerland geschraubt habe.
Und wieder einmal ist es die Achse OB Sauerland - NRW Innenminister Rüttgers, die in einem zwielichten Spiel anscheinend die Fäden gezogen hat:
Beim Bau des Landesarchivs an der Duisburger Wassermeile sind über 20 Millionen verschleudert worden.

In einer vertraulichen Runde am 31. Januar 2007 in der Düsseldorfer Staatskanzlei erörterte man folgendes:
Die Stadt Duisburg soll den alten denkmalgeschützten Getreide-Speicher in Duisburger Innenhafen aufkaufen. Das Land NRW sollte diesen dann von der Stadt Duisburg einkaufen.
Anwesende: Jürgen Rüttgers, Adolf Sauerland, Staatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff.
Es wurde dazu ein Notar-Termin anberaumt für in zwei Tagen anberaumt

Doch wurde der Termin abgesagt. Der Grundeigentümer wollte sein Grundstück nicht mehr für 2 Millionen an die Stadt Duisburg, sondern für 3,85 Millionen an "Kölbl & Kruse" verkaufen.


Ausgerechnet am Tag der vertraulichen Nortarrunde in der Staatskanzlei wurde vom neuen Eigentümer Stefan Kölbl von "Kölbl und Kruse" ein Brief verfasst aus dem hervor geht, dass „in Gesprächen mit Herrn Sauerland uns von diesem bestätigt wurde, dass einem Grundstückserwerb – auch in Bezug auf das bestehende Vorkaufsrecht – keine Hinderungsgründe entgegenstehen. Herr Sauerland selber riet uns zu einem kurzfristigen Notartermin.“

Quelle:
Der Westen
WDR

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Kein Anschluss unter dieser Nummer:
Die USA haben zeitweise den Kontakt zu etlichen Atomraketen verloren

Die Berichte aus den USA lesen sich wie ein schlechter Krimmi: Die USA verloren den Kontakt zu 150 interkontinentalen LGM-40G Minuteman III Ballistik-Raketen (ICBM).
Von den Raketen des "319th Missle Sqadron" (F.E. Warren Aiforce Base in Wyoming) erhielt man lediglich noch den Status "LF Down", welcher bedeutet, dass die Raketen zwar noch vorhanden, aber nicht steuerbar sind.

In der Nacht bemerkte man die gestörte Kommunikation zu 5 Launch-Control-Centern (LLCs).
Backup-Systeme griffen nicht. Auf Grund der sich überschlagenden Fehlermeldungen wurde eines der Launch-Center neu gestartet, welches sich dann wieder "normal" meldete.
drei weitere Launch-Center initialisierten sich dann eigenständig wieder neu und verbanden sich klaglos.
Ein Center verweigerte auch weiterhin die Kommunikation mit 10 Atomraketen.
Darauf hin wurden alle anderen Raketenstützpunkte in den USA informiert, daher die Ursache des Problems weiterhin fraglich ist.

Anscheinend ist das nicht der erste Vorfall dieser Art:
Der gleiche Fehler ist schon einmal vor 12 Jahren im Minot AFB in North Dakota und in Malstrom AFB in Montana aufgetreten.
Im August 2007 wurde ein B-52-Bomber versehentlich mit Cruise-Missiles die mit Atomsprengköpfen bestückt waren beladen, ohne dass die Besatzung darüber informiert war.
Im März 2008 räumte das Pentagon ein, dass vier Zünder für Raketensprengköpfe unbeabsichtigt nach Taiwan verschickt wurden.

Die US-Airforce beteuerte beim aktuellen Ausfall natürlich, es habe zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung bestanden.
Auch habe man derweil alle Check-Listen abgearbeitet und keine Fehler gefunden.
Alle Systeme arbeiten wieder wie gehabt.

Quellen: The Atlantic, Wired, The WA News, Der Westen

Dienstag, 26. Oktober 2010

Aktenzeichen Vermisst:
Wenn bei der Polizei Beweise verschwinden.

Schon öfter wurde gemurmelt, dass die Polizei gern einmal Beweise bei Anzeigen gegen die Polizei verschwinden lässt - nun gibt es auch einmal ein greifbares Beispiel:
Vor ca. drei Jahren im Dezember 2007 kam es beim Lokalderby im Grünwalder Stadion zwischen 1860-München-Fussballfans und der Polizei zu Handgreiflichkeiten.
Die Polizei wurde beschuldigt, unverhältnismäßig selbst auf friedliche Fans eingeschlagen zu haben.

Das erste Verfahren gegen die Polizei wurde abgelehnt, weil die Beamten die Schlagstöcke "lediglich kreisend vor dem Körper" geführt hätten - zum Selbstschutz. Da könne ein Bürger schon einmal versehentlich getroffen werden.

Es wurde eine Prüfung von Videomaterial der Polizei beantragt.
Das enthielt auf einmal etliche schwarze Stellen, die mit "Wackelkontakt der Kamera" begründet wurden.
Das im Stahlschrank gelagerte Video-Master wurde unbekannt gelöscht.

Quelle:
Die Süddeutsche

Montag, 25. Oktober 2010

Zwangsouting durch Facebook:
Egal ob homosexuell, Transvestit oder Millionär

Wieder einmal ist eine interessante "Macke" von Facebook aufgefallen: FaceBook outet Bevölkerungsgruppen durch Werbung.
Benutzern war aufgefallen, dass beim Anklicken der Profile einiger Männer immer die Werbung der schwulen Zeitschrift "Queer" zu finden war -
Die hatte bei Facebook Werbeplatz gebucht;
...und FaceBook verteilte auch die Werbung wie gewünscht auf Seiten von Männern, die nach eigenen Benutzerangaben "an Männern interessiert sind, zwischen 18 und 60 Jahre alt sind, nicht mit Queer.DE auf FaceBook befreundet sind und in Deutschland leben".
So konnten z.B. Mitarbeiter und Freunde ohne probleme erkennen, dass der Praktikant der Firma homosexuell ist.

Wer sich demnächst bei FaceBook durchklickt und bei einem Mann auf einmal Werbung für Stöckelschuhe findet kann sich schon einmal mutmaßen, was dieser wohl für Hobbys in seinem Profil angegeben hat.
Und dabei interessiert FaceBook nicht, ob diese Angaben für "andere auf  unsichtbar" geschaltet wurden.


Auch "Chilling Effects" (Nebeneffekte) sind denkbar: Wenn bei einem Profil sehr oft Werbung für sehr teuren Schmuck, Luxusklasse-Autos oder Alarmanlagen zu finden ist, handelt es sicht wahrscheinlich um einen neureichen Millionär - der sich über einen Besuch während der Ferienzeit freuen würde.
Dank Facebook weiss der Einbrecher sogar, wann der Benutzer nicht zu Hause ist.

Vielleicht lässt sich Facebook demnächst bezahlen, welche Werbung man selbst buchen und bezahlen möchte; rein zur Imagepflege.

Sonntag, 24. Oktober 2010

Abzocke durch die GEMA:
Kindergärten erhalten Rechnungen

Die GEMA verschickt derzeit verstärkt Gebührenrechnungen an Kindergärten: ErzieherInnen hatten für die Kinder deutschsprachige Liedtexte am PC getippt und ausgedruckt - was die GEMA als die Nutzung ihrer geschützten Rechte ansieht.

Aktuell werden dafür über 50 Euro fällig.

Auf BR3 finden Sie in der Mediathek die Reportage zum Thema.

Samstag, 23. Oktober 2010

Kinder ermorden Essener Rentnerin für 40 Euro -
Um Dorgen einkaufen zu können

Polizeiphoto
Bereits im August wurde eine 85-jährige Rentnerin in der Nähe des Schulzentrums Mühlenbruch (E-Stoppenberg) ermordert:
Drei Jugendliche im Alter von 13, 15 und 15 überfielen die Rentnerin, die schwer verletzt eingeliefert wurde und Tage später im Krankenhaus an einer Hirnblutung verstarb.

Einer der Täter, Ranko R. (13), ein in Essen gebodener Serbe, ist zu Angehörigen auf dem Balkan geflüchtet.
Seine 15-jährige Freundin wird noch immer gesucht.
Der 15-jährige Mittäter Dennis S hat ein Geständnis abgelegt:
Er hielt den Druck durch die Fahndungsbilder nicht mehr aus.

Untersuchungshaft wurde für ihn nicht angeordnet, da er zu jung ist.

Er wurde nun in die betreute Einrichtung "Stop & Go" in Iserlohn überstellt.

Quelle: Der Westen

Freitag, 22. Oktober 2010

Hide and Seek:
Heute ist mein Name Stefan, morgen Christoph

Bei der Deutschen Bahn hat man Angst vor dem Kunden. Die 3.800 Zugbegleiter haben deshalb vom Konzern die Möglichkeit eingeräumt bekommen, im Berufsalltag einen falschen Namen zu benutzen.
Wundern Sie sich also nicht, wenn sie Herrn Meier nächste Woche als Herrn Schmidt wieder treffen.

Die Angst der Zugbegleiter ist nicht unbegründet, denn Sprüche wie "Ich finde dich und schlachte dich ab" sind derweil Alltag geworden. Und grade das 40-Euro-Klientel (die Schwarzfahrer) wird immer rabiater.

Dafür bietet die Deutsche Bahn ihrem Personal zwar eine Weiterbildung für Deeskalationstechniken -doch ob das helfen wird, ist sicherlich fraglich.
Sicherlich wäre ein Selbstverteidigungskurs effektiver.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

windows-tipps:
Shortcuts für Herunterfahren, Neustart und Hibernationmode


Genug vom langen Suchen in den Menüs?
Mit ein paar Klicks können Sie sich ihre eigenen "Knöpfe" auf dem Desktop erstellen, mit denen Sie ihren Computer heruterfahren, neustarten oder in den Ruhezustand bringen.

Klicken Sie einfach mit der rechten Maustaste auf den Desktop, klicken sie auf "neu", "verknüpfung" - und als Dateiname geben Sie nun ein:
Für das Herunterfahren: shutdown -s -t 01
Für den Neustart: shutdown -r -t 01
Für den Ruhezustand: rundll32.exe PowrProf.dll,SetSupendState
Im folgenden Dialog wählen Sie noch frei einen Anzeigenamen ("Herunterfahren", "Neustart" oder "Ruhezustand" sind bestimmt keine schlechte Idee) und suchen noch ggf. ein Icon aus -
Fertig.

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Sie sind unter uns:
iKaufstadt Essen

Die Appologen sind unter uns.
Es gibt nun in Essen einen extra Service für Apple-Benutzer: Ca. 30 Geschäfte bieten an, Apple-Geräte während des Einkaufens, Schlemmens oder eines sonstigen Aufenthalts aufzuladen.

Dabei sind z.B. Ambassador City Hotel, Asia Shop Hong Loi, Balkan Hof Restaurant, Banneke Spirituosen, Brecklinghaus Lederwaren, Cafe Maze, Cent Bazar, City Zoo, Doc Morris Apotheke, Dubai Juwelier, FahrRadLaden Tretobratze, Foto Seydel, Friseur Eric Weiß, Friseur Unisex, Frisuren Focus, GOP Varieté, Hairdesign Zahide, Holzfeuergrill Safa, Hörsysteme Biermann, Hotel Lindenhof, India fashion house, Juwelier Al Amana, KnackFresh Currywurst, König Schaumstoffe, Licht mit System, Einkaufszentrum Limbecker Platz, Marias Nähstube, Mc Paper, Mode-Outlet Ultimo, Orthopädie Schuhtechnik Austen, Outsiders Fashion, Pfeifen Schilde, Ruhrstadtfoto, Sonnenstudio Sun Selection, Stadt Kiosk, Sumo Sushi, Unperfekthaus, Werbewelt.

Ob den Besuchern auch sonstige Hilfe oder Beratung geboten wird, ist uns nicht bekannt...
Der Initiator "Unperfekthaus" war leider für keine Stellungnahme zu erreichen.

Dienstag, 19. Oktober 2010

ePass (ePA) und Fernsteuerung:
CCC weist erneut grobe Fehler im neuen Personalausweis nach

Der Chaos Computer Club hat - erneut - grobe Fehler im neuen Personalausweis, der ab dem 01. November verteilt werden soll, der Presse vorgeführt:
So lässt dieser über Funk manipulieren.
Die benutzten Schwachstellen sind nicht theoretisch, was von den Sicherheitsexperten Max Moser und Thorsten Schröder noch einmal ganz klar gestellt wurde: Es handelt sich um Sicherheitslücken, die schon im Zusammenhang mit Kreditkartenbetrug effektiv genutzt wurden.

Ebenfalls besonders problematisch ist das so genannte "Starter Kit", was für die ersten 200.000 Nutzer kostenlos mit verteilt wird:
Dieses ist sehr anfälllig für KeyLogger und Trojaner, daher es nicht einmal eine eigenständige Tastatur besitzt, wie z.B. bei HBCI-Terminals für das Onlinebanking üblich.

Der CCC bemängelt, dass die Verantwortlichen offen zugeben, dass es sich um kein "100% sicheres System" handle, aber die Bürger nicht ordentlich darüber informiert würden.

Anscheinend bleibt die beste Lösung, den Chip auf dem Ausweis ausser Kraft zu setzen.

Quelle: Futurezone

Montag, 18. Oktober 2010

Vom Ausverkauf staatlicher Aufgaben

Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich: Die Privatisierung des Staates nimmer immer größere Kreise. Vor Monaten wurde bekannt, dass derweil die Autobahnen privatisiert werden; doch damit nicht genug.
Es wimmelt förmlich von "Privatisierung". Egal ob Gefängnisse, Forstbehörden, Hartz IV-Ausßendienstmitarbeiter, Bewährungshelfer, Atommüllendlager, Gerichtsvollzieher, Polizei-Streifen, Söldnerfirmen für EU-Polizeiaufgaben, oder andere Aufgaben mit Hoheitsbefugnissen: der Staat lagert die Aufgaben samt des Gewinns aus.

Ein Sammel-Katalog auf  GoogleSites liest sich wie ein Schauermärchen; die Inhalte sind nach persönlicher Prüfung absolut wahrheitsgemäß.

Sonntag, 17. Oktober 2010

Monkey Island 5?
Ron Gilbert und Tim Schafer wieder vereint


Nein - das ist kein Scherz!
Die Top-Meldung der Woche ist ein Highlight für die C64-Generation:
Ron Gilbert und Tim Schafer sind wieder vereint - und planen ein neues Adventure "im alten Stil".

Ron Gilbert ist nicht "irgendwer" -
Er Programmierte die so genannte SCUMM-Maschine für Spiele wie Monkey Island. Er steht somit für eine ganze Ära von Adventure-Spielen der Firma Lucas Arts.

Quelle: Der Westen

Samstag, 16. Oktober 2010

Monsantos Griff nach der EU und der Welt

Monstanto ist dabei, seine Weltmonopolstellung immer weiter auszubauen.
Nicht nur, dass Monsanto mit BASF eine Kooperation einging und diese noch im Juli erneuerte, um so den EU-Sektor besser bedienen zu können (wir erinnern uns an die Amflora-Gen-Kartoffel) - nein, Monsanto leistet sich derweil auch eigene Sicherheitsfirmen wie die berüchtigte "Blackwater" (die Neuerdings als "Xe Services" und über 30 neuen Cooperationsnamen auftritt).
Nach einem Bericht von "Dissident Voice" hat Monsanto zwischen 2008 und 2010 internatinal Webseiten beobachten und Anti-Genfood-Aktivisten bespitzeln bzw. deren Gruppen gezielt unterwandern lassen.

Damit befindet sich Monsanto in einer interessanten Runde:
Zu den Kunden von Blackwater gehören neuerdings auch Disney, Royal Caribbean und andere...

Quellen: BASF, The Nation, NYTimes

Vorsicht bei der Aldi-Talk / Medion Mobile 30-Tage-Internet-Flat.

Sie besitzen einen UMTS-Stick und benutzen die Medion MOBILE 30-Tage-Internet-Flat? Dann Vorsicht!

Üblicher Weise wird monatlich an der Aldi-Kasse ein 15 Euro Guthaben-Code gekauft und dann aktiviert. Dafür wird beim USB-UMTS-Stick mit der USSD-Code *104*GUTHABENCODE# eingegeben.
Anschließend wählt man *123*004# , um die Option "30 Tage Internet" für 15 Euro zu aktivieren.

Wer die Internet-Flatrate seiner Karte in den letzten Tagen wie gewohnt erneuern will kann zwar sein Guthaben einbuchen, aber für das Verlängern der 30-Tage-Flatrate erhält man nur den nicht wirklich aussagekräftigen Hinweis: "Bitte aktualisieren Sie ihre Startseite."

Die Startseite aktualisieren?

Viele Benutzer ignorieren darauf hin die Meldung; nur wenige versuchen im Internet fündig zu werden, was es nun mit der Meldung auf sich hat.
Nach viel Suchen findet man heraus, dass die Monatsflatrate nicht mehr über *123*004# verlängern kann und nun die Telefonrufnummer 1155 benutzt werden muss.

Man legt die SIM-Karte also in ein Handy ein und versucht per Service-Rufnummer bzw. Sprachcomputer unter der Rufnummer 1155 die Monatsflatrate zu verlängern, doch dann erfolgt die böse Überraschung:
Die plumpe Antwort des Systems lautet "14.73 Euro: Sie haben kein ausreichendes Guthaben um die Option 30-Tage-Internetflatrate zu buchen".
Denn Sie waren so grade für einige Minuten im Minutentakt im Internet - was viele erst bemerken werden, wenn die 15 Euro in einigen Stunden komplett im Minutentakt leer gesurfed worden sind.

Was nun tun? Erneut 15 € aufladen und die 14.73 € "verrotten" lassen, denn Aldi verkauft für Aldi-Talk nur 15 oder 30 €-Guthabencodes. Eine Aufladung per Überweisung oder PayPal ist nicht möglich.

Es gibt einen einfachen Trick:
Kaufen Sie sich im nächsten Kiosk oder Lotto-Laden eine Guthabenkarte von "E-Plus Free & Easy" für nicht 15 oder 30 € (Wie an der Aldi-Kasse), sondern für 20 €!
So haben Sie ein neues Guthaben von 34,73 €, mit dem sie zwei Monate im Internet surfen können und haben nun anstatt 14,74 € maximal 4,74 € "verschenkt".
Und nicht nur das:
Ihr Guthaben ist bis 2012 gültig, anstatt der sonst üblichen mageren 12 Monate...

Freitag, 15. Oktober 2010

Der Photokopierer / Drucker als Datenkrake

Canon hat sich etwas neue einfallen lassen: Die Datenkrake im Photokopierer bzw. Drucker.
Mit einer eingebauten Schrifterkennung lassen sich bestimmte Hit-Worte in Dokumenten erkennen, welche dann ganz automatisch zum Ausdruck gesperrt und/oder an den Administrator gesendet werden.

Datenschutzrechtlich ist so eine Funktion mehr als bedenklich: So kann z.B. der Chef die Korrespondenz des Betriebsrates in Kopie ganz bequem an seinen Schreibtisch schicken lassen.
Auch Stalking und Überwachen einzelner Mitarbeiter ist möglich: Jedes Mal wenn der Begriff "Meier" auftaucht könnte man sich das Dokument zusenden lassen - so weiss man, mit wem Frau Meier alles so zu tun hat.
Dem Ideenreichtum sind da keine Grenzen gesetzt.

Man kann nur hoffen, dass hier die EU einschreiten wird.

Donnerstag, 14. Oktober 2010

YouTube killed the VideoStar:
MTV wird zum PayTV-Sender

Der Sender MTV ist im Begriff zum Bezahl-Sender zu werden; lediglich der zur Konzerngruppe gehörende Sender VIVA soll kostenfrei bleiben.
Auch RTL schränkt seinen Sendebetrieb ein: In einigen Ortsnetzen hat die RTL-Gruppe keine neuen DVBT-Frequenzen beantragt.

Quelle: Focus

Mittwoch, 13. Oktober 2010

OpenRheinRuhr 2010

Am 13. und 14. November findet im LVR-Industriemuseum Oberhausen die "OpenRheinRuhr 2010" statt. Dabei handelt es sich um eine Messe für Netzpolitik und freie Software. Mindestens 34 Aussteller werden auf der Messe vertreten sein.

29 Vorträge über Themen wie Freiheit, Macht und Software, "Anspruch und Wirklichkeit in der Wikipedia", die Betriebsplattform Android oder das Datenbankmanagementsystem PostgreSQL 9.0 werden unterhalten

Die Eintrittskarte für einen Tag kostet drei Euro und für zwei Tage fünf Euro. Wer sich aber beeilt, der kann sich bis zum 15. Oktober unter "http://www.openrheinruhr.de" in der Sparte "Tickets" ein kostenloses Ticket ausdrucken.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Tatort Medien: Rettet endlich unsere Zuschauer

Im Fernsehen häufen sich aktuell Sendungen um das Thema "Kinderpornographie" und "Abzocke im Internet" - Teilweise sitzen dort ehemalige Hauptkomissare und Beamte des BKA, die eine gewisse "Seriösität" vermitteln sollen - und wie wichtig es ist, alle Daten von Personen im Internet auch brav zu speichern.
Vor einer Woche schon wurde bekannt, dass das BKA die "öffentliche Meinung" zum Thema "Vorratsdatenspeicherung" unbedingt "auf Kurs" bringen möchte.

Eine neue Qualität der Berichterstattung wird auch in den Zeitungen etabliert: Das Bundeskriminalamt lädt zu Pressekonferenzen um das Thema Vorratsdatenspeicherung nur noch unkritische Zeitungen ein.
So wurden "Die Zeit", "Die Welt" und auch das "ZDF" zu einer reisserischen Pressekonferenz nicht eingeladen, auf der man "auswgewählten Journalisten" Beispiele von Ermittlungen vorstellte, die wegen fehlender Vorratsdatenspeicherung scheitern würden.

Der Verband der deutschen Internetwirtschaft ECO konterte allerdings: Dieser hat an Angaben des BKA hochgerechnet, dass es im Jahr maximal zu 3.000 Anfragen zu Vorratsdaten kommen würde -
dem gegenüber stehen 6 Millionen Straftaten.
...es sind also für 99,95% aller Ermittlungen keine Vorratsdaten nötig... was auch z.B: die reisserische Sendung "Tatort Internet - Rettet unsere Kinder" des Fernsehsenders RTL II eindeutig beweist: Dort werden Kinderschänder durch Polizisten bei verabredeten Dates einfach festgenommen; ohne das man nur eine einzige IP dafür speichern musste.


Die Vorratsdatenspeicherung wird noch für den Bürger umbenannt - um das NegativImage endlich los zu werden: Man redet nun von einer "Mindestspeicherfrist".

Update: Um "unliebsame Journalisten" zum Schweigen zu bringen, schreckt man auch nicht davor zurück, diese als "bedenklich" an andere Länder und Organisationen zu melden. So wurde ein Fall via Tagesschau bekannt, wo das BKA einen Journalisten in ihr Polizeisystem "INPOL" fütterte und somit an die NATO als "bedenklich" meldete, weil dieser auf Demonstrationen gesichtet wurde.
Das Verwaltungsgericht Wiesbaden räumte nun damit auf.

Sonntag, 10. Oktober 2010

Der Zoll hört nun auch mit

Der Zoll ist seit einiger Zeit in der Lage, verschlüsselte "Skype"-Telefonate abzuhören - und installiert dafür die Wanzen-Software auf den Computer der abzuhörenden Person.
Die Entscheidungen des Bundesverfassungsgericht interessieren angeblich dabei nicht.

Unser Tipp: Telefonieren sie mit verschlüsselten SIP-Telefonen.
Die Firma Sipgate bietet z.B. das Produkt "Sipgate-Crypto" für die Telefone "Grandstream GXP-2000" und "Grandstream SNOM 360" an.

Quellen: Spiegel.de

Samstag, 9. Oktober 2010

Ausverkauf im Einwohnermeldeamt

Wussten Sie eigentlich, was so alles mit Ihren Meldedaten geschieht?
Zeitungsverlage, Parteien und andere bekommen ihre Adresse und ihr Geburtsdatum - sofern Sie diese Daten nicht beim Einwohlermeldetamt "sperren".
Dafür unterschreibt man - sofern man möchte - direkt bei der Anmeldung ein kleines Formular. Dort steht dann, dass man eben nicht damit einverstanden ist, dass die eigenen Daten "verteilt" werden.

In Berlin ist das alles anders...
Dort gibt man die Adressen nicht nur an "berechtigte" heraus (wie z.B. Vermieter, die ihre schuldigen Mieter suchen), dort wird die Adresse selbst noch an Telefonbuchverlage weiter gegeben - obwohl man die Weitergabe nicht gestattet hat.

Quellen: ZDF Tagesspiegel

Freitag, 8. Oktober 2010

Kultur nonstop:
Arte LiveWeb!


Hier-App ? Da-App? Noch-ne-App?

Genervt von diesem ganzen App?

Kein Problem - Arte hat einfach nur Kultur-Fernsehen  -
Auch im Internet -
Sogar auf dem Handy -
und sogar ganz ohne App... :-)

http://liveweb.arte.tv/

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Stuttgart21: CDU will gegen Lehrer vorgehen, die mit demonstriert haben

Wie nun bekannt wurde, hatte die CDU Baden-Württemberg alle Schulen in Stuttgart angeschrieben, die Schulleitung möchte alle Lehrkräfte melden, welche sich an der eskalierten Demonstration im Schlossgarten beteiligt haben: Man wolle Disziplinarische und rechtliche Schritte einleiten.
In einem Schreiben, was nun auf einer Website veröffentlich wurde, heisst es wortwörtlich:

"Um (...) Gerüchten die geeignet sind die Lehrerschaft in Misskredit zu bringen, ggf. wirksam entgegenzutreten zu können, aber auch um bei etwaigen Dienstpflichtverletzungen die erforderlichen rechtlichen Konsequenzen ziehen zu können, bitten wir Sie, es dem Regierungspräsidium bis Montag den 4.10.2010 12:00 Uhr mitzuteilen, falls Lehrkräfte Ihrer Schule während Ihrer Unterrichtszeit dem Dienst ferngeblieben sind, um an Demonstrationen in Stuttgart teilzunehmen."

Zur Erinnerung: Die Demonstration war eine angemeldete Schüler-Demonstration.
Das Ordnungsamt hat heute zudem die Räumung der Mahnwache anberaumt.
Kritik ist einfach nicht gewünscht. Und wer doch Kritik wagt, wird sehen was er davon hat:
So hat die CDU-Abgeordnete Karin Maag im Bundestag zu den durch einen Wasserwerfer ausgeschossenen Augen des Rentners Friedrich W. erklärt, dieser wäre schließlich selbst Schuld gewesen.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Kostenlose englische Hörbücher

Wie fit ist eigentlich ihr Englisch? Diese Frage musste ich mir selbst vor ein paar Tagen stellen und suchte englische Hörbücher.

Auf http://www.librivox.org haben sich etliche freiwillige gefunden, die Bücher vertonen, deren Urheberrecht abgelaufen ist.
Einige Hörbücher sind wirklich prima und von professionellen Lesern-
Andere sind allerdings nicht wirklich erträglich....

Dennoch: Empfehlenswert! Durchstöbern lohnt sich!


Quelle: http://librivox.org/

Dienstag, 5. Oktober 2010

Rechtsstaatlichkeit Ade:
"Präventive erkennungsdienstliche Behandlung"

Eine besonders Note über den Niedergang der Persönlichkeitsrechte, findet sich heute in der Hannoverschen Allgemeinen: Ein Anti-Atomkraft-Aktivist ist - obwohl bis zum heutigen Tage nicht einmal strafrechtlich belangt - rein präventiv für die "Erkennungsdienstliche Behandlung" auf das Polizeipräsidium des Polizeikommissariats in Lüchow "eingeladen" worden:
Man möchte ihn vermessen, die Fingerabdrücke abnehmen und beondere körperliche Merkmale wie etwaige Narben, Tätowierungen und ahnliches photographieren.
Sollte er der Einladung für den kommenden Freitag nicht nachkommen, so kündigt man vorsorglich an, dass er auch "mit Gewalt auf die Wache gebracht werden könnte".

Auch andere Mitglieder einer Bürgerinitiative sind vorsorglich "eingeladen" worden.

Die Polizeidienststelle als auch das Innenministerium möchten sich zu dem Vorfall nicht äusßern.
Eine wurde derweil von dem "vorzuführenden" beim Verwaltungsgericht Klage eingereicht.

Montag, 4. Oktober 2010

Kein Datenschutz für Hartz-IV-Empfänger

Ein Bericht in der "Zeit Online" lässt einen aufschrecken:
Eine Hartz-IV-Empfängerin musste schriftlich ihren Tagesablauf einreichen; eine "Soziale Netzwerkkarte":
Darauf zu vermerken waren die Namen aller Freunde und Bekannten inklusive Ärzte und Nachbarn.
Zusätzlich gab ihr die Sachbearbeiterin einen Katalog aus 26 Fragen mit nach Hause: "Von wem können Sie sich eine größere Geldsumme borgen?" stand da, "Wenn es Ihnen schlecht geht, was tun Sie, zu wem gehen Sie dann?" und "Wo ist ihr Lieblingsplatz in der Stadt, was machen Sie dort?".

Persönlichkeitsrechte? Datenschutz? Nicht bei Hartz IV.

Sonntag, 3. Oktober 2010

Online-Pranger für Freier in Berlin

CDU und SPD möchten in Berlin eine Community im Internet einführen, auf der Photos + Kennzeichen von Personen veröffentlicht werden, welche auf dem Kiez die Dienste einer Hure in Anspruch genommen haben - nur so könne man die so unschöne Prostitution aus der Stadtmitte bzw. vom U-Bahnhof Kurfürstenstraße vertreiben.

Wörtlich heist es in der Drucksache 1450/XVIII : Es sei zu prüfen, "ob es rechtlich möglich ist, die Autonummern und/oder Bilder von Kunden sexueller Dienstleistungen im Kurfürstenkiez zu erfassen und auf einer öffentlichen Internetplattform für alle Interessierten zur Verfügung zu stellen."

In der geht es da sogar noch weiter: So soll eine "Selbstverpflichtungsaktion von prominenten Männern durch das Bezirksamt angeregt werden, in der Männer sich verpflichten, kein Geld für den Kauf von sexuellen Dienstleistungen - werder aus privaten noch aus geschäftlichen Mitteln - auszugeben".

Die Grünen haben nicht für das Vorhaben abgestimmt. Die grüne Stadträtin Sibyll Klotz kommentierte solche Ideen nur knapp mit den Worten "absoluter Blödsinn".
Der Pressespecher des Landesdatenschutzbeauftragten Alexander Dix wies darauf hin, dass diese Idee unzulässig ist und man sich doch vielleicht einmal Expertenrat einholen solle....

Grippe-Warnung online

Die von Google unabhängige Google-Foundation hat auf Google.ORG eine Echtzeit-Grippe-Vorhersage veröffentlicht:
Wenn Sie das nächste mal Angst haben zu verreisen, hilft ein kleiner Blick auf die Website.
Schon wissen Sie, ob ein Mundschutz  und die Grippeschutzimpfung wichtig sind.

Quelle: Google

Beinahe-Absturz einer Boing 737-800 über Bremen
Chilling-Effekte durch Drohnen-Spionage

Boing 737-800. Quelle: Wikipedia
Bereits am 18.07.2010 gegen 17:06 Uhr ereignete sich am Flughafen Bremen in Höhe von 3 Kilometern fast eine Katastrophe: Eine irische Boing 737-800 mit 152 Personen auf dem Weg von Trapani (Italien) nach Bremen crashte beinahe mit einem Segelflugzeug zusammen.
Der Pilot meldete nur noch ein weisses Objekt welches 60 Meter über ihm von rechts nach Link entlang flog.
Das "Flugzeug" konnte bisher nicht identifiziert werden.

Bereits im Januar 2009 ereignete sich ein ähnlicher Vorfall über Suttgart / Herrenberg beim Anflug einer Passagiermaschine: Ein Objekt flog ungewöhnlich langsam und reagierte auf keinen Funkruf. Auch sendete es keine Kennung für das Radar aus, womit sich auch keine Höhenangabe oder ähnliches bestimmen lies. Es verschwand über dem Schwäbischen Wald, was man für einen Absturz hielt - aber die eingeschaltete Polizei konnte das Flugzeug nirgends aufgefunden.
Der Misteriöse Flieger tauchte kurz darauf erneut auf dem Radar auf und verschwand nun in der Nähe der Ortschaft Grafenwöhr. Dort befindet sich ein US-Truppenübungsplatz, auf dem eine Einheit zur Steuerung von ferngesteuerten unbemannten Drohnen stationiert ist.

Man vermutet einen nicht gemdeldeten Probeflug einer solchen Drohne, was sich auch in Bremen ereignet haben könnte.

Viele weitere "interessante" Zwischenfälle kann man im MUCforum finden.
Weitere Information zu Grafenwöhr bei der SZ.

Quellen: Bundesanstalt für Fluguntersuchung "Unfälle und Störungen beim Betrieb ziviler Luftfahrzeuge"

Samstag, 2. Oktober 2010

Videos von den "gewaltbereiten Schülern" auf YouTube

Wer sich vielleicht selbst einmal ein Bild über die "gewaltbereiten" Schüler und der Verhältnismäßigkeit der eingesetzten Polizeikräfte machen will, dem seien die folgenden Videos auf YouTube empfohlen:

Youtube: Unsere Polizei

Youtube: Unsere Polizei II
Youtube: Unsere Polizei IV
youtube:Unsere Polizei V
Youtube:Polizeieinsatz Schlosspark

Youtube: Zusammenfassende Bilder

Vielleicht mag man da noch einmal an den Kommentar des Bundesvorsitzenden der Polizeigewerkschaft erinnern:
"Dort wird so getan, als würde die Polizei mit Wasserwerfern und Reizgas gegen die Demonstranten vorgehen".
 

Vorratsdatenspeicherung 3.0:
"Spektakuläre Fälle extrahieren" ist nun Chefsache

Die CDU und FDP brechen erneut ihr Wort: Die vom Bundesverfassungsgericht gestoppte Vorratsdatenspeicherung soll nun doch eingeführt werden. Damit das auch klappt, will man "spektakuläre Fälle extrahieren die deutlich machen, wie wichtig und unverzichtbar die Vorratsdatenspeicherung ist."

Schon vor einer Woche hatte man durchblicken lassen, dass man nicht nur die Vorratsdatenspeicherung auferstehen lassen, sondern diese auch groß erweitern will:
Nicht nur zur "Terror-fahndung", sondern auch zur "Kriminaliätsbekämpfung" bei kleineren Delikten soll diese nun eingesetzt werden - genau so wie nun auch die Online-Durchsuchung von privaten Rechnern.

Als wäre das nicht erschreckend genug, soll obendrein der Staatskunde-Unterricht in den Schulen eingeführt werden - der von "Verfassungsrechtlern" vorgetragen wird.

Es handelt sich dabei um keinen Scherz - es handelt sich um belegte Vorschläge und Entwüfe unserer Bundesregierung.

Selbst die Stasi der ehemaligen DDR hätte sich nicht getraut, so unverfroren und offensichtlich die Rechte der Bürger einzuschränken.

[Satire] Wir empfehlen einfach doch endlich die "Tagebuchpflicht", schließlich sind die Betrugsdelikte seit 1996 um 262% dramatisch angestiegen. Schuld daran ist eine Gesetzeslücke:
Ohne Tagebuchpflicht kann nicht ermittelt werden, wer mit wem und wann - beispielsweise an der Haustür - gesprochen hat.
Dies führt dazu, dass bestens ausgestattete und vernetzte Banden und organisierte Kriminalität in Deutschland mit Enkeltricks, Seniorenfahrten und Heiratsschwindel breit macht. Die Folgen sind alamierend! Allein im letzten Jahr konnten 170.000 Betrüger nicht ermittelt werden. Tendenz: rasant steigend.
Experten schätzen, dass der wirtschaftliche Schaden derweil in die Milliarden geht.
Besonders ältere Menschen und kleine Kinder sind betroffen.
Deshalb fordert die Union vom Justizministerium, endlich den Weg für eine Tagebuchpflicht frei zu machen und entsprechende Gesetze zu entwerfen. Denn grade diese Menschengruppen müssen in unserer christlichen Gemeinschaft besonders geschützt werden!

Niemand soll dabei überwacht werden: Der Bürger soll nur eintragen, wann wo wie er mit wem gesprochen hat. Gespräche mit Freunden und Lebenspartnern sollte man primär über das Telefon führen, denn da übernimmt der Telefonanbieter schon einmal rein präventiv den Nachweis über die geführten Gespräch... [/Satire]

Deutsche Offiziere fliegen bestückte Kampfjets in Afghanistan

Was stellt man an, wenn ein deutscher Waffensystemoffizier von Gesetzes wegen nicht mit dem Flieger in Afghanistan bombadieren darf? Man fragt einfach die Briten nach einem Flugzeug - und nennt ihn dann "Austausch-Offizier".
So flogen zwischen Oktober 2009 und Januar 2010 deutsche "Austauschoffiziere" Einsätze als aktive Piloten bei den Briten mit. So berichtete z.B. die "Daily Mail" stolz: Britische Piloten und deutsche Navigatoren teilen sich Tornados in Kampfeinsätzen.
Das alles auf ausdrücklichen Wunsch der Bundesregierung.
Bisher konnten 18 Einsätze eines deutschen Waffensystemoffiziers als Austauschoffizier auf einem Tornado bei der 31 Squadron der Royal Airforce aufgefunden werden - aber es scheinen noch mehr deutsche Offiziere mit geflogen zu sein - und auch immer noch mit zu fliegen.

Freitag, 1. Oktober 2010

Nachtrag Stuttgart 21: Verweigerte Krankenwagen und Hilfeleistungen

Einige unschöne Szenen sind nach der gewaltsamen Räumung der Demonstranten gegen Stuttgart 21 noch bekannt geworden: Der Notruf weigerte sich, einen 60 jährigen alten Mann nach dem Reizgasangriff der Polizei zu retten; so wurde der Einsatz eines Krankenwagen verweigert.
Der Mann lag am Boden, weil ihm mit dem Wasserwerfer ein Auge ausgeschossen wurde; die Notruf-Bereitschaft und anwesende Polizisten störte das wenig bis garnicht.

CDU-Landtagsfraktionschef Peter Hauk warf inzwischen den Projektgegnern vor, die Kinder für den Protest zu instrumentalisieren. «Ich finde es unverantwortlich von Müttern und Vätern, dass sie ihre Kinder nicht nur mitnehmen, sondern auch in die erste Reihe stellen», sagte Hauk der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart.

Quelle: http://asset.soup.io/asset/1129/2201_0c42.jpeg


Das I-Tüpfelchen setzte Konrad Freiberg, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, mit seinem Kommentar zu Stuttgart21: "Dort wird so getan, als würde die Polizei mit Wasserwerfern und Reizgas gegen die Demonstranten vorgehen".




Die Stuttgarter Krankenhäuser meldeten unterdessen hunderte Verletzte mit geplatzten Trommelfell, Rippenbrüchen, Kopfplatzwunden.

Auf einer Website tauchte ein Schreiben des Eisenbahnbundesamtes an die Projektbau GmbH und des Amts für Umweltschutz der Landeshauptstadt Stuttgart auf, in dem am 30.09.2010 um 18:00 Uhr die Abholzung der Bäume untersagt wurde.

Und noch ein interessanter Schnippsel: Der erste Bürgermesiter der Stadt Stuttgart (Michael Fäll, CDU) ist im Beirat der Abbruchfirma Wolff und Müller; genau welche Firma, die beauftragt wurde, den Nordflügel des Bahnhofs abzureissen. In diesem Beirat sitzen auch andere Prominente - rein zufällig.

Stuttgart21: Ausgeschosse Augen und nieder gestreckte Kinder

Die Polizei in Stuttgart scheint die Verhältnismäßigkeiten nicht mehr ganz unter Kontrolle zu haben: Dort wurde ein 14jähriger auf einer angemeldeten Schülerdemo mit Tränengas und Wasserwerfern zu Fall gebracht haben
Auch vor älteren Menschen wurde kein Halt gemacht. Ein Mann verlor sein Augenlicht.
Sogar eine 71-jährige Rentnerin attakierte man.

Ein Handyvideo im Netz, zeigt wie der Einsatz der Polizei durchgeführt wurde.


Ein Sprecher der Polizei verteidigte derweil das Vorgehen seiner Kollegen. Wenn die Demonstranten sich nicht rechtlich einwandfrei verhielten, "dann kann die Polizei auch mal hinlangen". Die Pressemeldung der Polizei liest sich ähnlich: Von "massiven Behinderungen" und Steinewerfern bei den Demonstranten war die Rede.

Die CDU setzte dem ganzen noch die Krone auf. Sie veröffentlichte über Twitter den folgenden Kommentar:
"Wer x Aufforderungen der Staatsgewalt keine Folge leistet und sich nicht von Steinewerfern distanziert, kriegt auch schon mal auf die Fresse."

Steinewerfer? Wahrscheinlich "autonome"? Alles glatt gelogen.
Innenminister Heribert Rech musste eingestehen, dass es gar keine Steinewerfer gegeben hatte:
Nach den 20-Uhr-Nachrichten nahm er auf N-TV dazu Stellung.
Alles was es gegeben hatte, waren (Sitz-)Blockaden, welche vom Bundesverfassungsgericht als legitimes friedliches Mittel angesehen werden. Nichts also, wogegen man Wasserwerfer, Quartzsandhandschuhe, Knüppel, Pferde, Tränengas und Pfefferspray einsetzen müsste.


Bilanz gegen 21 Uhr:
Ca. 1000 Verletzte,  Sanitäter und Journalisten wurden anfangs nicht aufs Gelände gelassen, ein mit einem Wasserwerfer ausgeschossenes Auge, Einsatz von Quarzhandschuhen - sogar gegen Kinder.


Die TAZ hat derweil einen Online-Ticker eingerichtet, auf dem man sich das blutige Spektakel ansehen kann.
Auf Stern.DE findet sich ein Foto-Strecke der Demonstration.
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