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Sonntag, 30. Oktober 2011

Sonntalk: Neues vom Überwachungswahnsinn:
DNA-Chip im Personalausweis, "Schultrojaner" in den Schulen

Auch diese Woche gibt es wieder den alltäglichen Sicherheitslobbyismus:
Der neue Personalausweis ist laut  IT-Bundesministerium ein voller Erfolg. Jeder will ihn, jeder hat ihn - und sei es nur, um in Flensburg online seine Punkte anzusehen.
Doch soll nun eine noch neuere und bessere Version des Persos kommen, den natürlich wieder der Bürger zahlt. Zitat:
"Auch soll eine biometrische Aufzeichnung der Unterschrift eingebaut werden, die Druckstärke und Schreibschwünge misst, damit die Unterschrift wirklich fälschungssicher wird.

Ferner wird laut Hamann ein DNA-Sensor in der Ausführung als Micro-TAS-Chip (micro total analysis-System) mit subkutaner Probeentnahme bereits erprobt. Die Speicherung und DNA-Überprüfung könnte im hoheitlichen Teil des nächsten "neuen" Personalausweises die Massenfahndung und -auswertung von DNA-Daten entscheidend erleichtern, hieß es unter Verweis auf Polizeiwünsche."

Quelle: Heise
Dass das Bundesverfassungsgericht die so genannte Neusprech-"Massenfahndung" (auch als "Rasterfahndung" bekannt) grundsätzlich verboten hat, interessiert die so verantwortungsvolle rechtsstaatliche Polizei nicht wirklich.

Auch sonst gibt es neue von der Schnüffelfront: 16 deutsche Bundesländer haben einen Vertrag mit den Schulbuchverlagen geschlossen, der diesen erlaubt, die Schulserver nach Kopien und Plagiaten abzusuchen.
"Es handelt sich ... keinesfalls um eine heimliche Überprüfung. Viele Schulen sind bereits von den zuständigen Ministerien durch entsprechende Informationsschreiben über den Inhalt des Vertrages informiert worden."Quelle: Futurezone

Ob die Schnüffelsoftware nun auch demnächst nach illegalen MP3s, Videos oder sonstiges der Schüler suchen soll, ist unbekannt.

Während der Woche überraschte Jörg Tauss noch einmal mit einem Kommentar auf Gulli:
Dort Erklärte er den Zusammenhang zwischen den Strippenziehern der Sicherheitsindustrie:
Die GESA e.V. koordiniert die Anliegen der Industrie, Forschung, Staatlichen Steuerung und Bedarfsträger. Ein Lektüre, die man nicht auf leeren Magen verschlingen sollte.
Beim Lesen wird auch dem letzten Skeptiker klar, dass die Zitate eines Herrn Uhl, innenpolitischer Sprecher der CDU, mit sicherheit kein Versprecher - sondern voller Ernst waren:
„Das Land wird von Sicherheitsbehörden geleitet, die sehr kontrolliert, sehr sorgfältig, sehr behutsam mit dem sensiblen Instrument der Quellen-TKÜ umgeht – und so soll es auch sein. Das heißt es wäre schlimm wenn unser Land am Schluss regiert werden würde von Piraten und Chaoten aus dem Computerclub. Es wird regiert von Sicherheitsbeamten, die dem Recht und dem Gesetz verpflichtet sind.“
Quelle: Gulli

Auf die nächste Woche...

Freitag, 28. Oktober 2011

"Verbraucherschutz vor Warteschleifen an Hotlines"?
Von wegen! Vorratsdatenspeicherung durch die Hintertür!

In den Medien wird das neue Telekommunikaiontsgesetz (kurz: TKG) als "Revolution" und "Plus für den Verbraucherschutz" gefeiert, doch wenn man hinter das Etikett schaut, wird es gruselig.
Kurz vor der Verabschiedung im Bundestag, hatte man mal wieder nach gebessert; die abstimmenden hatten also gar keine wirkliche Gelegenheit, diese Änderungen genauer zu erörtern.

Mit diesem Taschenspielertrick von Seiten der CDU wurde mal wieder im Bundestag von den etablierten Parteien nur schnell "abgenickt" --
und was genau?
Telekommunikationsanbieter dürfen nun die Verkehrsdaten (also IP-Adresse, wer ruft wen wann an und wie lange) zu Abrechnungszwecken unbegrenzt speichern und müssen den Behörden Zugriff darauf geben.

Zu deutsch: Man hat so grade die Vorratsdatenspeicherung durch die Hintertür eingeführt -
Unter anderem mit den Stimmen der FDP, die sich doch wehement für "Datenschutz" und "Freie Bürger" einsetzt....

Da wundert es nicht, dass im gleichen Atemzug die Anti-Terror-Gesetze ebenfalls noch schnell bis 2015 verlängert werden.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

iPhone als Keylogger

Vorsicht, wenn ein iPhone neben ihrer Tastatur liegt: Es könnte sich um einen Spion handeln.

Am Georgia Tech in Atlanta ist es gelungen, über die Bewegungssensoren des iPhones welches neben einer Tastatur lag, mit einer Wahrscheinlichkeit von 80% die getippten Buchstaben zu lesen.

Quelle: Golem.DE

Samstag, 22. Oktober 2011

Zensur im Bundestag -
ganz legal und sogar dokumentiert.

Der Bundestag zensiert seine Protokolle, darauf wiesen heute unter anderem Parteien wie die Piraten hin.Aus der unglaublichen Rede des Herrn Uhl (Sprecher der CDU)  wurde im Stenoprotokoll zur Aktuellen Stunde des Bundestages zum "Staats-Trojaner" eine schillernde wunderschöne Märchenwelt.


Aus den Sätzen

Das Land wird von Sicherheitsbehörden geleitet, die sehr behutsam mit dem sensiblen Instrument der Quellen-TKÜ umgeht, und so soll es auch sein.
Es wäre schlimm, wenn unser Land am Schluss regiert werden würde von Piraten und Chaoten aus dem Computerclub.


Es wird regiert von Sicherheitsbeamten, die dem Recht und dem Gesetz verpflichtet sind.
(Quelle: Origina-Videomittschnitt des Bundestages ab Zeitstempel 5:00 Minuten.)

wurde ein
vielmehr verfügt das Land über Sicherheitsbehörden, die sehr kontrolliert, sehr sorgfältig, sehr behutsam mit dem sensiblen Instrument der Quellen-TKÜ umgehen. So soll es auch sein.
Es wäre schlimm, wenn unser Land von Piraten und Chaoten aus dem Chaos Computer Club regiert würde.


Wir haben Sicherheitsbeamte, die Recht und Gesetz verpflichtet sind.
(Quelle: "Original-Protokoll" des Bundestages Seite 15611)
und aus

Die Computer der Kriminellen werden immer ausgetüftelter, sie werden immer raffinierter, der Staat muss schauen, wie er diesen Verbrechen im Netz Herr wird.
( Zeitindex 1:20 Minuten)

wurde im Stenoprotokoll

Die Computerprogramme der Kriminellen werden immer ausgetüftelter, sie werden immer raffinierter, und der Staat muss schauen, wie er dieser Verbrecher im Netz Herr wird.
( Seite 15610 )

Das Geheimnis dahinter ist schnell erklärt:
Die Stenographen legen die "echte" Version dem Büro des jeweiligen Redners zu, welches dann noch einmal "korrektur liest". Die "korrigierte Version" wird darauf hin veröffentlicht.


...

Freitag, 21. Oktober 2011

Windows-Tipps: Tastatur-Maus

Kennen Sie das? Die Maus-Batterien sind mal wieder leer und die Anwendung funktioniert nicht mit Tasten-Kobinationen. Hier hilft die Tastatur-Maus.

Drücken Sie gleichzeitig die linke Umschalttaste und Alt und drücken Sie auf "Num" am Nummernblock. Schon werden sie gefragt, ob sie die Tastaturmaus betätigen möchten -
Und die ist wirklich ein kleines Multitatlent.

Mit den Pfeiltasten des Ziffernblocks können Sie den Mauszeiger hin und her bewegen, mit der Taste 5 können Sie einen "Links-Klick" auslöse, mit "+" einen rechts-Klick. Sie möchten ein Objekt vielleicht hinweg ziehen? Drücken Sie auf "0".

Um die Tastaturmaus wieder abzuschalten, drücken sie nochmals auf  die linke Umschalttaste, Alt und "Num" auf dem Nummernblock..

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Staatstrojaner die nächste, bitte.

Gestern platzte ein Kragen nach der nächsten Bombe -
Nicht nur, dass der Virenjäger Kaspersky die zweite aktuelle Version des Bundestrojaners auffand seine Analyse der Funktionsweise der Schnüffelsoftware veröffentlichte, auch die FAZ war nicht faul und veröffentlichte teile des Quellcodes des vom CCC gefundenen Staatstrojaners: Sehr schnell war darauf hin international die heutige Ausgabe ausverkauft.
Wer dennoch einen Blick auf den wirklich liderlichen Code werfen will, kann ein PDF bei der FAZ herunter laden.

Im deutschen Bundestag wurde heute über das Material ein nettes Stelldichein gesungen - frei nach dem Motto "was ist denn schon passiert?". Die CDU bekräftigte den Stolz auf die deutsche Polizei, welche innerhalb der Gesetze großartige Arbeit leisten würde; und eine "Updatefunktion" wirde nunmal für eine Software wie einen Staatstrojaner benötigt - und den Quellcode?
Man habe das fertige Produkt von der Fima DigiTASK gekauft und ausgiebig getestet, da brauche man keinen Quellcode.
Es wäre zudem absurd, wie man auf die Idee kommen könne, dass über eine Updateschnittstelle neue Funktionen installiert würden, so ein Misstrauen könne man garnicht verstehen....


Das Land wird von Sicherheitsbehörden geleitet, die sehr behutsam mit dem sensiblen Instrument der Quellen-TKÜ umgeht, und so soll es auch sein.
Es wäre schlimm, wenn unser Land am Schluss regiert werden würde von Piraten und Chaoten aus dem Computerclub.Es wird regiert von Sicherheitsbeamten, die dem Recht und dem Gesetz verpflichtet sind.

Hans-Peter Uhl
Innenpolitischer Sprecher der CDU

Dass schon allein der Einsatz der Software gegen die Verfassung verstößt, darüber ließ man sich lieber nicht aus. Auch nicht darüber, wann analog zu Herrn Uhls Aussagen das Prinzip der staatlichen Gewaltenteilung abgeschafft werden soll.

Was die Bundesregierung allerdings grade als Entwurf zum Terrorismusbekämpfungsgesetz (TBEG) heraus gebracht hat, erinnert nicht nur an das amerikanische Rechtssystem - es geht weit darüber hinaus.
Banken, Fluggesellschaften, Reisebüros, Postdienstleister, Telekommunikaionsanbieter sollen Daten "auffällige Personen" und ihre kompletten Daten an den Verfassungsschutz automatisiert übertragen.



Quelle: BundestagTV

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Autoschnüffelei, die dritte

Schon vor einiger Zeit berichteten wir von der ab 2015 geplanten Überwachungsunit in Fahrzeugen.
Leider kommt man auch im "Grünen Lager" auf den Geschmack der Überwachung -
Winfried Kretschmann (Grüne) möchte eine Öko-Maut. Klingt im ersten Moment noch vernünftig, doch wie soll das ganze funktionieren?
Via Satelliten-Ortung und Chip im Auto.


Quelle: Focus

Dienstag, 18. Oktober 2011

Deutschlands beste Arbeitgeber:
Arbeitsamt Magedeburg

Zwei Hartz-IV-Empfänger aus Schönebeck bei Magdeburg werden wohl ihren Augen nicht getraut habe, als sie auf Ihr Konto schauten: 83.000 Euro tummelten sich auf Grund eines Eingabefehlers auf dem Konto.

50.000 Euro konnten derweil mit Hilfe der Bank zurück geholt werden - von 33.000 Euro und den Empfängern fehlt jede Spur.

Montag, 17. Oktober 2011

"Arbeit muss sich wieder lohnen"

Ein Wahlplakat der FDP
"Arbeit muss sich wieder Lohnen ", das findet besonders Dr. Silvana Koch-Mehrin, Europaabgeordnete (FDP) - "für Deutschland in Europa":
Diese hat in der aktuellen EU- Wahlperiode grade einmal an drei Sitzungen des Hauptausschusses teil genommen; zuletzt einmal im Jahre 2009. Das recherchierte Abgeordnetenwatch.

Quellen: Abgeordnetenwatch , ZDF Panorama auf Youtube

Gerichtsverhandlung über Kfz-Massenabgleich in Bayern

Heute findet um 14 Uhr im Sitzungssaal 3 im EG des Verwaltungsgerichtshofes eine öffentliche Berufungsklage zum millionenfachen verdachtslosen Abgleich von Kfz-Kennzeichen in bayern statt.

Quelle: Daten-Speicherung.DE

Sonntag, 16. Oktober 2011

Sonntalk: Ein Stückchen Guantanamo für die deutsche Justiz

Gegen Anfang der Woche meldete sich der CCC mit einer schlechten Nachricht: Der Staatstrojaner wurde Ihnen zugespielt. Ein Informant hatte am Flughafen sein Laptop in das Gepäck gegeben und als er das Gerät wieder entgegen nahm Veränderungen fest gestellt: Ihm war eine staatliche Schnüffelsoftware aufgespielt worden, um seinen Laptop zu überwachen; Und das, wo gar keine gesetzliche Handhabe zum Einsatz einer solchen Software besteht.

Zunächst herrschte ein Dementi von allen staatlichen Stellen; nach und nach outeten sich aber die Bundesländer eine Schnüffelsoftware einzusetzen; Aus Bayern kam dazu: Der Gesetzgeber bzw. das Bundesjustizministerium sei schließlich selbst schuld, wenn es keine passenden Gesetze dazu erlassen würde.
Einige Bundesländer hatten eine solche Software angeboten bekommen, aber deren Einsatz wegen Verfassungsrechtlicher Bedenken diese nicht angenommen - so hat das Bundesverfassungsgericht den Einsatz an harte Bedingungen geknüpft: Nur bei schier unabwendbarer Gefahr für Leib und Leben und mit einer Zweckbindung dürfe eine solche Software eingesetzt werden, also z.B. zum Abhören von VoIP-Telefonaten oder abfangen von eMail - dieser Zweck muss aber vor dem Einsatz fest gelegt werden..
"Spähen, lauschen und infiltieren nach eigenem Ermessen" ist eindeutig verboten.

Der CCC analysierte die Software derweil. Diese kann über eine Schnittstelle beliebige Funktionen "nachbessern" (was derweil sogar vom Bundesinnenminister als absichtichtlich gewollt bestätigt wurde),  manipuliert das Betriebssystem derart dass sich auch unbefugte Personen aufschalten können, Daten werden unverschlüsselt über einen amerikanischen Server ausgetauscht - um so rechtliche Konsequenzen zu umgehen und auch sonst ist der Staatstrojaner eine programmiertechnische Stümperei sondergleichen.
Aber:
Unsere Beamten halten sich strikt an das, was sie dürfen“, sagte Friedrich der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Die Behauptung, sie hätten mehr gemacht, ist falsch.“
So Bundesinnenminster Friedrich in der FAZ.

Apropos rechtliche Grenzen umgehen:
Weil in der Schweiz eine Rechtsgrundlage für solche Abhöraktionen fehlt, hat man kurzerhand Deutschland damit beauftragt:

Die Bundesanwaltschaft habe sich bei einer früheren Anfrage zur Rechtmässigkeit der Methode auf den Standpunkt gestellt, dass nicht die gesetzlichen Grundlagen in der Schweiz massgebend seien. Gemäss Bosonnets Darstellung haben die Ermittler in ihrem Rechtshilfegesuch an die zuständigen deutschen Behörden argumentiert, dass es in diesem Fall die in der Schweiz verlangte Bewilligung nicht brauche, weil die Software vom Ausland aus eingesetzt werde.

Wie gut, dass es da zumindest noch einen Schimmer an Loyalität in diesem Staat gibt: Den Datenschutzbeauftragten. Besonders Thilo Weichert aus Schleswig Holstein viel positiv auf, weil er dem Treiben der Behörden sehr oft Einhalt geboten hatte. Zum Unmut der Landesregierung.
So hat man nun endlich eine EU-Richtline umgesetzt, die eine "Sicherung der Unabhängigkeit" der Landesdatenschutzbeauftragten garantiert: Man hat das Datenschutzgesetz geändert und den §35 Abs. 3 LDSG wie folgt angepasst:

(3) Der Landtag kann die Landesbeauftragte oder den Landesbeauftragten für Datenschutz mit einer Mehrheit von zwei Dritteln seiner Mitglieder abwählen.

Zu Deutsch: Der Landesdatenschutzbeauftragte erhält einen Maulkorb der regierenden Parteien.
Da kann man sich sicherlich vorstellen, wie es mit dem Schnüffeln auf den Rechnern der Bürger weiter geht:
Das "Recht" wird einfach angepasst, wie z.B. am Bundesgerichtshof...
"Demokratisch legitimiert" ist Zauberwort 2011.

Update:
Derweil wurde bekannt, dass die deutschen Behörden bereits im Jahr 2007 beim amerikanischen FBI um Hilfe bei der Entwicklung des Staatstrojaners baten. Als das FBI nicht so mitspielte wie erhofft, wurde im Jahr 2008 die Software bei Digitask in Auftrag gegeben. Firma Digitask ist laut Creditreform eine 100%ige Tochter der Wirtschaftsberatung "Deloitte", in deren Beirat viele große Namen auftauchen - Neben Otmar Issing findet sich hier z.B. Dr. h.c. Otto Schily, ehemaliger Bundesminister des Innern.

Samstag, 15. Oktober 2011

Strom: Rückbau der Atomkraftwerke
Wer zahlt eigentlich die Zeche?

Wer zahlt eigentlich für den Rückbau der Atomkraftwerke? Dieser Frage ging die TAZ nach:
Eine Investmentbank plant eine Atomstiftzung zu gründen, die sich um die Abwicklung kümmern soll.
Und wer soll sich an der Stiftung beteiligen und bürgen? Natürlich der Staat und somit der Bürger.

Quelle: TAZ

Update: EON möchte nun auch noch Milliardenentschädigungen obendrauf für den Atomausstieg...

Freitag, 14. Oktober 2011

Eine Fettsteuer für Deutschland?

Dänemark hat sie schon, in Deutschland wird sie bereits ebenfalls gefordert: Die Fettsteuer, für ein gesünderes längeres Leben der Bürger. Doch nach Ansicht des Soziologen Friedrich Schorb trifft es damit mal wieder die, die ohnehin sich kaum die Butter auf dem Brot leisten können: Arbeitslose und Geringverdiener.

Quelle: TAZ

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Bundestag lädt Menschen mit Behinderung wieder aus

Dreihundert Menschen sollten zur Veranstaltung "Menschen mit Behinderungen im Bundestag" am 2. und 3. Dezember eingeladen werden, bei dem ein Dialog mit Politikern zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gesucht werden sollte . Doch daraus wurde nichts:
Man hat alle 300 Menschen wieder ausgeladen, weil sich darunter 100 Rollstuhlfahrer befinden -
und die wären ein Sicherheitsrisiko.

Quelle: Kobinet-Nachrichten

Dienstag, 11. Oktober 2011

Telekom sperrt homosexuelle Dating-Seiten
Jugendschutz oder Diskriminierung?

Wie weit darf Meinungäußerung gehen?
Wie weit darf man die sexuelle Präferenz der Benutzer einschränken?

Das sind Fragen, die sich aktuell viele Kunden der Deutschen Telekom AG stellen:
Diese sperrt neuerdings nicht "nur" rechtsradikale Webseiten wie die der NPD -
sie filtert nun an den Hotspots in den Bahnhöfen, bei McDonalds, Holliday Inn, im ICE, an Flughäfen, an Messen und anderen zentralen Zugangspunkten das homosexuelle Kontaktportal "Gayromeo"; und das, wo diese Seite nicht einmal auf der Liste der jugendgefährdenden Medien auftaucht und nicht einmal von der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia beanstandet wird.

Interessantes Detail: Die Vorstandsvorsitzende der FSM (Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia Dienste Anbieter e.V.), Rechtsanwältin Gabriele Schmeichel, ist gleichzeitig auch Jugendschutzbeauftragte der Deutschen Telekom AG.
Der FSM macht sich tendentiell für stärkere Zugangskontrollen in Online-Medien stark.
Ganz zufälliger Weise betreibt die Deutsche Telekom AG selbst so ein Identifizierungssystem: NetGate.

Montag, 10. Oktober 2011

Das RRZ-Luxiskino ist fertig

Im Rhein-Ruhr-Zentrum Mülheim wurde eines der ersten elf Cinemaxx-"First Class"-Luxus-Kinos fertig gestellt: Ledersessel mit Virbration, modernste Soundsysteme, Bedienung am Platz lassen kaum Wünsche offen.

Quellen: RRZ , Cinemaxx

Sonntag, 9. Oktober 2011

Der CCC analyseirt den Staatstrojaner:
Nachladefunktion und Guantanamo inklusive

Der CCC präsentiert auf seiner Webseite eine eigene Analyse des Staatstrojaners, der einem die Luft verschlägt: Die Computerwanze die den heimischen PC ausspionieren soll ist nicht nur dilettantisch programmiert, sie beinhaltet neben den üblichen Dateifunktionen (Schreiben, Lesen, Ausführen) sogar Nachladefunktionen für neue Programmfunktionen, um z.B. die WebCam einzuschalten etc. pp - alles natürlich mit einem "juristischen Outsourcing" über einen ausländischen Server, um die Rechts(un)sicherheit für Staat und Bürger zu gewährleisten:

"Zur Tarnung der Steuerzentrale werden die ausgeleiteten Daten und Kommandos obendrein über einen in den USA angemieteten Server umgelenkt. Die Steuerung der Computerwanze findet also jenseits des Geltungsbereiches des deutschen Rechts statt. Durch die fehlende Kommando-Authentifizierung und die inkompetente Verschlüsselung – der Schlüssel ist in allen dem CCC vorliegenden Staatstrojaner-Varianten gleich – stellt dies ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko dar. Außerdem ist fraglich, wie ein Bürger sein Grundrecht auf wirksamen Rechtsbehelf ausüben kann, sollten die Daten im Ausland verlorengehen."

Quelle: CCC

Windows-Tipps:
Netzwerk in Windows XP zurück setzen

Wenn mal wieder "eigenartige Software" die Netzwerkumgebung zerstört hat, kann das nervig werden -
meist ist hier eine neue Installation anzuraten; doch oft muss man erst einmal zu sofort wieder arbeiten können.
Wer nun kein Backup hervor zaubern kann, ist aufgeschmissen.
Ein kleiner Trick besteht darin, die Netzwerkadapter bzw. den IP-Stack einfach neu zu initialisieren:
Hierbei werden eventuelle vorhandene fehlerhafte Konfigurationen neu geschrieben und mit etwas Glück ist ein Arbeiten wieder möglich.

Hierfür muss unter Start>Ausführen (Windowstaste-R) eingegeben werden:

net int ip reset all

Viel Glück!

Samstag, 8. Oktober 2011

Terror-Lobbyismus in Brüssel

Wie der Hase in der EU läuft, das hat Martin Ehrenhauser - unabhängiger EU-Parlamentarier, aufgedeckt:

Die britische Smith Group, einer der Top-Hersteller von Nacktscannern, hat einen für EU-Terrorpolitik zuständigen Beamten als Europachef für Lobbying ("Vice President Government Relations") in's Boot geholt.

Ein Schelm wer da in's grübeln kommt, warum die EU den Mitgliedsstaaten frei gestellt hat, Nacktscanner im Gesetz zu verankern.

Quelle: Futurezone

Freitag, 7. Oktober 2011

Bahn Niederlande: Wir haben keine Toiletten -
Urinieren Sie in die Plastiktüte

Daher die dort eingesetzten Kurzstreckenzüge in den Niederlanden keine Toiletten haben, muss man sich halt etwas einfallen lassen: "Plaszaks" - Mobile Einweg-Plastiktüten-Toiletten.

Als das Verkehrsministerium zuletzt 140 neue "Sprinter" bestellte errechnete man dort, dass ein Fahrgast durchschnittlich 40 Minuten im Zug sitzen würde - und da brauche man keine Toiilette.
Und wer denkt schon an das Fahrpersonal....?
Das männliche Personal behilft sich auf den 8 Stunden-Schichten derweil mit Getränkeflaschen -
das weibliche Personal muss sich seine Notdurft verkneifen.
Ein unhaltbarer Zustand, der derweil sogar im Parlament diskutiert wird:

Ein Nachrüsten der Sprinter scheint zu teuer; doch immerhin hat hat man nun ein Gesetz auf den Weg gebracht, dass sich bis 2015 in jedem Zug eine Toilette befinden muss.
Bis dahin wird der Plastiksack ein Standart-Reiseuntensil - für Angestellte und Reisende.

Lästernde Zungen rechnen damit, dass demnächst Anhängerkupplungen an die Waggons geschweisst werden:
Dann kann man sein eigenes WC im Wohnwagen einfach dran hängen.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Griechenland und pleite?
Für Panzer ist noch Geld da...

In den finnischen Medien wird heute morgen diskutiert, dass Griechenland für Millionen von US-Dollar Panzer und Upgrades für ihren Militärfuhrpark einkaufen -
das ausgerechnet, wo über einen "Schuldenschnitt" diskutiert wird, der auch 50% des deutschen geliehenden Geldes als "Geschenk" zu Lasten der Taschen der Bundesbürger verbucht.

Griechenland leistet sich derzeit die größte Panzerarmee Europas.und war schon im Mai 2010 wegen angehender Staatspleite und wehementen weiteren teuren Wettrüsten aufgefallen.

Quelle: Ilta-Snamoat (Finnische Abendnachrichten)


"He is dod nu. Wer giwt uns nu 'ne Beer?"
Steve Jobs ist verstorben.

Der frühere Chef des Computerkonzerns Apple verstarb nach jahrelanger Erkrankung an Bauchspeicheldrüsenkrebs im kalifornischen Palo Alto im Kreise seiner Familie.

Quelle: Euronews

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Atomunfall in Dessel / Belgien.

Bei einem Zwischenfall in der belgischen Wiederaufarbeitungsanlage Belgoprocess in Dessel wurden bereits Dienstag drei Menschen verstrahlt.Langzeitschäden seien für die Betroffenen nicht zu erwarten. Es sei keine Radioaktivität ausgetreten. Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung.

Quelle: Greenpeace

Dienstag, 4. Oktober 2011

Und wieder in AKW-Zwischenfall:
Probleme im japanischen Atomkraftwerk Genkai

Der japanische Fernsehsender NHK teilte mit, dass gegen 06:40 MESZ (13:40 Ortszeit) nach Problemen mit dem Kondensationssystem der Reaktor 4 des japanischen Kraftwerks Genkai abgeschaltet werden musste.

Quelle: Ria Novosti , Umwelt-Monitor

Montag, 3. Oktober 2011

Die nächste Steuer, bitte:
PKW-Maut auf den Autobahnen


In Zeiten in denen man das Geld der deutschen Bürger mit vollen Händen in die Staatskassen anderer EU-Länder wirft, pardon - in Innovationen wie die neue Gesundheitskarte investiert (die für 600 Millionen Euro nicht mehr kann, als die alte Karte) - da wird neues Geld benötigt.
Die CDU hat gleich eine geniale Idee:
Eine neue Steuer muss her.

Verkehrsminister Ramsauer will nun eine Vignette nach Österreicher Vorbild einführen: Wer in Deutschland auf der Autobahn fahren will, soll zahlen - egal ob LKW oder PKW.

Da bleibt dem kritischen Bürger allerdings die Frage, wofür eine Mineralölsteuer von nahe 70% und die jährliche KFZ-Steuer fällig wird.

Auch erinnert sich der ein oder andere Wähler hoffentlich daran, dass derweil viele Autobahnen heimlich privatisiert wurden und die Streckeneinnahmen des Toll Collect Maut-Systems direkt in die Taschen der Pächter fließen; die sich im Gegenzug verpflichtet haben, die Autobahnen doch in Schuss zu halten... 
( AutoBild 2005 , Welt Online 2006Zeit Online 2010

...doch so lange sich Deutschland über die neue Maut der Mund zerrissen und in Logen Zigarrenwölkchen in den Wind gepustet werden, hat man schon einmal die Tabaksteuer ab 2012 angehoben -
Frei nach dem politischen Motto:
"Möglichst alles fordern und am Ende schauen, was man bekommt - und die Zeit der Ablenkung für anderes nutzen."


Quelle: WAZ
Aktuelles