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Sonntag, 16. März 2014

Wenn Thunderbird auf der Platte herumrasselt

Es mehren sich derweil die Berichte, das Thunderbird - das beliebte eMailProgramm der Mozilla-Stiftung - sich auf der Festplatte der Anwender förmlich tot läuft.
Auch selbst konnten wir das Problem an einigen Arbeitsrechnern und bei verschiedenen Kunden beobachten: Ein Grund der Sache doch einmal nach zu gehen.
Und wir wurden auch fündig!



Nach starten von Thunderbird im "abgesicherten Modus", also ohne zusätzliche Plugins, verhielt sich Thunderbird ruhig und auch der Verbrauch von Arbeitsspeicher war um etliches geringer: Anstatt 270 MB RAM vor dem Abschalten jeglicher Zusatzsoftware, wurden nur noch magere 70 MB RAM benötigt.
Die Festplattenaktivität purzelte innerhalb von einigen Minuten von 90% auf 4% der I/O-Zugriffe.
Das Problem musste also ein Plugin sein.


Die gemeinsamen Plugins der verschiedenen Rechner ließen sich auf folgende Kandidaten eingrenzen:
  • Enigmail - ein OpenPGP Nachrichtenverschlüsselungs- und Signierprogramm
  • Google Contacts - zum Austauschen von Google Kontakten mit dem eMail-Client
  • ImportExport-Tools - zum Im-/Exportieren von Nachrichtenverzeichnissen
  • Remove Duplicate Messages - zum Löschen von Nachrichtenduplikaten
  • Provider for Google Kalender - zum Verarbeiten des Google-Kalenders mit dem Tool:
  • Lightning V2.6.4 - dem integrierten Kalender für Thunderbird.
Und genau letzeres scheint das Problem zu sein: Lightning.
Nach dem Reaktivieren des Lightning-Plugins in Thunderbird fängt die Festplatte wieder an unentwegt zu rascheln und der Verbrauch des Arbeitsspeichers wieder astronomisch zu steigen.

Wenn also Ihre Festplatte während der Nutzung von Thunderbird vor sich "hinraschelt":
Deaktiveren Sie doch einfach einmal testweise ihr Lightning-Plugin....

Freitag, 14. März 2014

Update: Ab 2015: Wenn die Polizei das Auto abschaltet

Im Presseportal findet sich aktuell ein interessanter Bericht zum Thema eCall-Unit:

Die Polizeitechnologiegruppe ENLETS (European Network of Law Enforcement Technology Services) möchte schon Autos bei kleinen Vergehen stoppen -
und 2016 soll das entsprechende Gesetz auch schon auf den Weg gebracht werden.

Der Ständige Ausschuss für innere Sicherheit in Europa COSI (Standing Committee on Operational Cooperation on Internal Security) wird natürlich die Empfehlung unterstützen...

Bestand daran jemals ein Zweifel...?

Artikel bei Presseportal


Update:
Wer ist oder was ist ENTLETS eigentlich? Im Arbeitspapier der ENLETS von 2013 in Krakow finden sich noch schnöne Schmankerl, was noch so kommen wird:
  • Front line policing: mobile detection => Mobile Überwachung von Autos, Zügen Containern, Personen, Waren
  • (Sensor) IT systems => "Sensoren" für "große Datenströme"
  • Robotics on the Internet => EU-Polizei-Suchmaschinen 
  • Robotics in Investigations => Noch größere Datenbestände verknüpfbarere Datenbestände aus verschiedensten Quellen, Programmierbare überwachbare Sucheingaben
  • Recovery Data by non specialist => Datenwiederherstellung von gelöschten Systemen von PC-Laien, Knacken von Codes und digitalen Schlüsseln
  • Robotics on the Crime Scene => Automatisierte maschinengestützte Ermittlung - ohne menschliche Fehlleitungen
  • Covert Surveillance => Lauschen, bis der Arzt kommt
Die ENTLETS will also eine Europa-Superpolizei und -Schutztruppe mit jeglichen Befugnissen.
Interessanter Weise findet sich das Papier im Ordner http://ec.europa.eu/enterprise/policies/innovation/files/public-procurement/krakow-2013-padding_en.pdf - einem Arbeitsordner der Industrie: Da weiss man gleich, woher der Wind weht und an wen grade unsere Sicherheit und das Rechtssystem verkauf wird.

Montag, 10. März 2014

Wenn DocMorris dann doch nicht so günstig ist

....oder auch: Wenn der Spaziergang an der frischen Luft 91 Cent extra kostet.

Wie jedes Jahr beginnen zu Frühling die Üblichen Probleme des Allergikers -
Augen und Nase sind wund und gerötet; Es müssen Tropfen und Salben her.
"Gut das es da doch 'DocMorris' in der Essener Innenstadt gibt - das sind doch die aus dem Internet." könnte man da denken.
Schnell einmal online auf der Webseite geguckt - ahah - das gleiche Logo - das sind die doch.
Schnell mal schauen, was man denn so sparen kann; denn grade ansässige Apotheken haben ja den Ruf, besonders teuer zu sein.

Die Augentropfen und -salbe mit dem Wirkstoff Bepanthenol kosten auf der Webseite von DocMorris Deutschland 8,99 Euro bzw. 3,99 Euro. Das zuschicken lassen kostet 4,95 Euro, wenn man keinen Bestellwert von 25 Euro erreicht, oder gerade ein Neukunde ist:
Für 17,93 Euro kommt also der Briefträger vorbei und bringt die Medikation bis an die Haustür.
Aber halt auch erst morgen.
Wer schnell Linderung benötigt, der kann nicht so lange warten. :-)


"Sparen wir uns die 4,95 Euro - ist doch schönes Wetter - ich hol mir ein Eis und geh' da mal eben selbst vorbei", denkt man sich da - und verlässt die Apotheke am Limbecker Platz nach seinem Stadtbummel mit den medizinischen Artikeln für... .... 18,84 Euro? Nanu? Das sind glatt 91 Cent mehr, als wenn man sich die Arznei hätte liefern lassen. Dabei wollte man doch 4,95 Euro sparen....?

Wie kann das sein?

Ich stellte DocMorris auf der Kundenhotline zur Rede:
Die örtlichen DocMorris-Apotheken sind nur Franchising-Unternehmen die sich mit dem Logo von DocMorris schmücken -
aber mit der Preisgestaltung mal garnichts zu tun haben.
Wie man denn auf die Idee käme, dass dort die gleichen Preise zu finden wären...?

Das würden andere Läden machen - aber nicht DocMorris.


Wenn Sie also das nächste mal glauben, die Konkurrenz-Apotheke mit dem Roten Zeichen wäre teurer als das franchising-Unternehmen mit dem Logo von DocMorris gegenüber, weil sie ja die Preise im Internet bei der Online-Apotheke verglichen haben, dann muss das nicht einmal im Ansatz stimmen.
Bei einer anschließend angelegten kleinen Stichprobe habe ich gleich bei drei weiteren Artikeln einen Treffer gelandet: Online günstiger, vor Ort Teurer - sogar viel teurer als bei  einer "normalen" Apotheke.
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