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Samstag, 23. Juni 2012

Der Nepp mit der "Gesundheitskarte"

Gesundheitskarte? Eher "Gesundheits-Ausweis" sollte man die neue Datenkrake nennen, die nun zentralisiert jegliche gesundheitlichen Gebrechen und Auffälligkeiten zentral in einer Datenbank speichern soll.
Vorbei ist es mit der "Patientennähe" oder gar einer "Schweigepflicht".
"Ist doch alles quatsch - ist doch alles verschlüsselt" - mag da nun vielleicht der ein oder andere sagen -
doch wie anfällig das Sicherheitskonzept ist, beweist auch mal wieder ein kleiner Artikel in der WAZ:

An 55 Kassen wurden fehlerhafte Chipkarten ausgelesen; so ist es dort möglich, die PIN zur Chipkarte zu ermitteln.

Quelle: WAZ

Montag, 11. Juni 2012

12. Kulturnacht Mönchengladbach

Am Sonntag den 16. Juni 2012 gibt es wieder ein Schmankerln:
Die 12. Kulturnacht Mönchengladbach
Karten sind für Nicht-Sparkassenmitglieder für 9 bzw. ermäßigt für 7 Euro erhältlich.

Quelle: Stadtsparkasse Mönchengladbach

Donnerstag, 7. Juni 2012

Zeig mir deine Freunde -
und ich sag dir deinen Schufa-Score

Da grinst der Fachmann und der Laie wundert sich:
Sie Schufa hat Facebook und auch andere Social-Media-Netzwerke für das Scoring entdeckt.

Schon heute sammeln Unternehmen wie die Schufa ohnehin schon etliche Daten über das Kaufverhalten der Kunden - ohne dass diese das überhaupt bemerken:
Ein kleiner Satz in den AGB der Kundenkarte, oder versteckt im Kleingedruckten auf einer Webseite bei der Anmeldung der Mitgliedschaft; z.B. bei Facebook  -
und schon wieder werden die Daten verkauft und wandern in dankbare Hände.
Im Zweifelsfalle in angeblich "anonymisierter Form"; die Anonymisierung ist dann meist allerdings so speziell, dass sich der User problemlos zurück verfolgen lässt:
Da gibt es dann z.B. eine Liste des Kaufverhaltens aller glatzköpfigen blonden Brillenträger mit mehr als 3 Dioptrien Fernsichtigkeit, die nicht größer als 1.80m sind, ein blaues Auto mit Ausser-Orts-Kennzeichen fahren und im Umkreis von Essen wohnen -
Ein Schelm, wer bei solchen Anonymisierungen an Absicht denkt.

Wie weit die Auskunftsfreude und die Weitergabe von Kundendaten überhaupt geht, bemerken viele erst, wenn sie mal einen Kredit bei ihrer Bank beantragen.

Das aoziale(?) Netzwerk Facebook bietet natürlich ein sehr zentrales gesammeltes Datenpotential, welches das umständliche Zusammenführen der Nutzdaten aus verschiedenen Datenquellen überflüssig macht.

  • Wer sind die Freunde - und welchen finanziellen und gesellschaftlichen Status haben diese?
  • Wie lange und wie oft ist man online? Ist man als ggf. arbeitslos?
    Oder ein "fauler Arbeitnehmer der den ganzen Tag im Internet bei Facebook chattet"?
  • Was sind die Likes und Dislikes? Habe ich eine positive Grundeinstellung gegenüber Finanzinstituten?
    Welche Produkte empfinde ich interessant?
  • Welchen Interessensgruppen gehöre ich an? Was dürfte daraus die resultierende Zahlungsmoral sein?
...und das sind sicherlich nur einige Fragen die sich beantworten, wenn die Schufa Zugriff auf Facebook-Daten nehmen sollte um ein Scoring - z.B. für das neue Auto - zu berechnen.

So mancher wird nun vielleicht doch einmal überlegen, mit welchen Freunden er sich bei Facebook schmückt - und wie sichtbar er damit im Internet ist.

Im Zweifelsfall hilft nur eines: Sich abmelden.
Denn durch gezielte Werbung und Talk-Back-Technologieen sind jederzeit Rückschlüsse über einen User interpretierbar - auch wenn er seine Profildaten auf "unischtbar" schaltet.

Update: Nach einem Bericht des NDR werden in einem "Test-"Projekt der Uni Potsdamm bereits neben Facebook auch Twitter-Daten und anderes schon ausgewertet.
Schöne neue Welt...

Quelle: Spiegel , Futurezone

Wie sicher ist eigentlich der Euro?

Seit einger Zeit geistern eigenartige Nachrichten durch Schatten-Nachrichten in Deutschland:-
Von "geheimen Zeichen" auf Banknoten und dem Auseinanderbrechen des Euros ist die Rede.

Professor Max Otte, derweil aus der SZ, der Welt und vielen anderen Blättern bekannt und als "Panikmacher" tituliert, warnt sogar mehr oder weniger die Bürger in Deutschland, EU-Geldnoten aus Ländern wie Griechenland anzunehmen.
Zeit sich einmal selbst dem Thema anzunehmen und zu recherchieren. In wie weit ist etwas dran?

Ja, EU-Banknoten sind tatsächlich ihrem Ursprungsland zu zuordnen.
Mit etwas suchen findet man man bei einer deutschen Landeszentralbank einen Hinweis, dass auf einem Geldschein die Kennung der jeweiligen Nationalen Zentralbank (NZB)  die einen Geldschein innerhalb der EU in Verkehr gebracht hat, durch einen Buchstaben vermerkt ist.
Folgende Kürzel werden verwerndet:

E Slowakei
F Malta
G Zypern
H Slowenien
J Vereinigtes Königreich (derzeit nicht genutzt)
K Schweden
L Finnland
M Portugal
N Österreich
P Niederlande
R Vorgesehen für Luxemburg (Luxemburg drucke in anderen Ländern sein Geld)
S Italien
T Irland
U Frankreich
V Spanien
W Dänemark (Ursprünglich für Griechenland)
X Deutschland
Y Griechenland
Z Belgien


Das bedeutet im Umkehrschluss:
Ja - das Trennen der Euro-Währung und ein Auschließen eines einzelnen Landes aus dem Euro-Währungs-Kreislauf wäre Theoretisch tatsächlich möglich.

Ob man nun soweit gehen sollte, Geldscheine aus anderen EU-Ländern als aus Deutschland (also alles andere als mit einem "X" in der Seriennummer) lieber nicht mehr anzunehmen, das mag ein jeder selbst entscheiden.

Mittwoch, 6. Juni 2012

Vorsicht, diebische Elster!

Seit einigen Tagen geht ein neues Viral um -
Es tarnt sich als Anschreiben des Finanzamtes - sogar mit persönlicher Anrede.

Sehr geehrter Herr XYZ



Ihre Bestellung ist fertig.

anbei finden Sie die Rechnung zu Ihrer aktuellen Buchung im PDF Format.


Mit freundlichen Gruessen

Ihr Finanzamt / Ihre Steuerverwaltung


Wer die angehängte PDF-Datei öffenen sollte, erlebt interessante Überraschungen.
Unsere Testmaschine für Trojaner / solche eMails war anschließend nicht mehr wirklich zu gebrauchen und fungierte als Zombie eines Botnets.

Vorsicht also.

Freitag, 1. Juni 2012

Finger weg vom Fingerabdruck!

Udo Vetter schreibt gestern in seinem Law-Blog von einem Fall am Verwaltungsgericht Gelsenkirchen:
Ist der Fingerabdruck für den RFID-Chip des Reisepasses eigentlich wirklich Pflicht?
Der Bochumer Rechtsanwalt Michael Schwarz klagt dagegen - und das Verwaltungsgericht möchte hierzu nun eine Vorab-Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes.
Hut ab!



Interessantes Detail:
"In Beantwortung einer parl. Anfrage teilte die Bundesregierung im Jahre 2005 noch mit, deutsche Diplomatenpässe würden vorerst nicht mit RFID-Technik ausgestattet, weil ein Missbrauch der Technik zur Auslösung eines gezielten Sprengstoffanschlages gegen einen RFID-Passträger nicht beherrscht würde."

Seither hat sich nichts an der RFID-Technik im Reisepass geändert.


Quelle: Law Blog / Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, Beschluss vom 15. Mai 2012, Aktenzeichen 17 K 3382/07

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